„Das ist nur der Trennungsschmerz, das ist normal!“

Der Sohn und ich sitzen auf der Bank im Flur der Kita und halten uns aneinander fest. Es ist Freitag der zweiten Woche der Eingewöhnungszeit. Gerade haben sie mir mein tränenüberströmtes Kind zurück gebracht. Es nuckelt am Daumen, die andere Hand hält meine Hand sehr fest. Sein Gesicht ist rot und fleckig vom Weinen, immer wieder holt er tief und schaudernd Luft. Ich habe meine Arme um ihn gelegt und fühle mich wie erstarrt, weiß nicht was ich tun oder sagen soll. Warum habe ich das zugelassen? Gleich werden sie mich zum Gespräch bitten und mir sagen, ich würde so unentspannt wirken. Ich müsse auch loslassen. Der Trennungsschmerz sei ganz normal. Weiterlesen

Was ist hier eigentlich los?

Seit Wochen tut sich wenig bis gar nix auf meinem Blog und die ein oder andere geneigte Leserin wird sich (hoffentlich) fragen, was bei den Kuckucks eigentlich los ist. Die Antwort lautet: Viel! Und deshalb komme ich einfach gerade nicht so oft dazu, mich abends in Ruhe an den Computer zu setzen – oder ich bin einfach zu platt. Deswegen kommt jetzt hier eine Zusammenfassung unserer Top 10 der vergangenen Wochen: Weiterlesen

Von Vätern und Söhnchen (und irgendwie auch Müttern)

Die Kuckucks sind seit Samstag im Urlaub. Heute war also der sechste Tag, an dem Babysohn und Vater von morgens bis abends zusammen sind. Zuhause ist das anders, denn dort arbeitet der Mann (mindestens) 40 Stunden pro Woche, während ich in Elternzeit beim Söhnchen bin. Während sein Vater dem Babysohn in seinen ersten zwei Lebensmonaten (in denen er ebenfalls Elternzeit hatte) ein mindestens ebenso wichtiger Ansprechpartner war, wie ich, hat sich die Bindung zu mir deutlich intensiviert, seit der Mann wieder arbeitet und das Söhnchen und ich einen Großteil unserer Zeit zu zweit miteinander verbringen. Weiterlesen

Frustfaktor Baby?

„So ein Baby ist doch frustrierend! Richtig Spaß machen die Kinder frühestens ab anderthalb Jahren, wenn sie richtig laufen und sprechen“, höre ich neulich vor dem Rückbildungskurs die eine Mutter zur anderen sagen, während ein Träubchen Erstlingsmütter den beiden Zweitkind-Erfahrenen an den Lippen hängt.

Ich suche im Geiste nach dem großen roten Buzzer, der unter den beiden Muttis ein Loch im Erdboden öffnet, auf dass ich das Gerede nicht weiter hören und mein Nervenkostüm strapazieren muss.
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