Kuckuck 2.0

Ich sitze hier und schaue auf meinen schon sehr runden Bauch, sehe die kleinen Beulen, die hier und da kurz zu sehen sind und dann wieder verschwinden. Nie wird es aufhören, mich zu faszinieren, dass da unter dieser dünnen (naja, mitteldünnen 😉 ) Schicht aus Haut, Fett, Muskeln und Faszien ein richtiger kleiner Mensch wohnt und wächst. Mein kleines Mädchen! Weiterlesen

„Das ist nur der Trennungsschmerz, das ist normal!“

Der Sohn und ich sitzen auf der Bank im Flur der Kita und halten uns aneinander fest. Es ist Freitag der zweiten Woche der Eingewöhnungszeit. Gerade haben sie mir mein tränenüberströmtes Kind zurück gebracht. Es nuckelt am Daumen, die andere Hand hält meine Hand sehr fest. Sein Gesicht ist rot und fleckig vom Weinen, immer wieder holt er tief und schaudernd Luft. Ich habe meine Arme um ihn gelegt und fühle mich wie erstarrt, weiß nicht was ich tun oder sagen soll. Warum habe ich das zugelassen? Gleich werden sie mich zum Gespräch bitten und mir sagen, ich würde so unentspannt wirken. Ich müsse auch loslassen. Der Trennungsschmerz sei ganz normal. Weiterlesen

Adé, große Freiheit!

Eine Woche ist es jetzt her, da gingen wir ein letztes Mal an den Strand, und ich nahm von hinten dieses Foto auf. Du auf den Schultern deines Papas, klein und groß zugleich, geborgen und doch frei, sicher gehalten und doch das ganze Leben vor deinen Füßen ausgebreitet. Mein Herz platzt fast vor Liebe und Rührung, wenn ich dieses Bild sehe – wie klein du noch bist! Wie selbstbewusst du steuerst – da lang, Papa! Wie sehr ihr zwei wieder zusammen gewachsen seid in diesen wunderbaren Urlaubswochen. Und heute, sieben Tage später, sind wir schon wieder in einer ganz anderen Welt angekommen und die erste Woche der Krippen-Eingewöhnung liegt bereits hinter uns.

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Grenzen respektieren

Der Babysohn ist mittlerweile 14 Monate alt, ein Kleinkindsohn also eher. Der eigene Wille macht sich bei ihm und seinen Altersgenossen von Tag zu Tag deutlicher bemerkbar. Im gleichem Maße höre ich immer mehr Reden vom Grenzen setzen, Kinder müssen schließlich Grenzen kennen. Oder?

Während ich darüber nachdenke, wo diese Grenzen verlaufen sollen und wie man ihre Einhaltung bewirken kann, zeigt der Babysohn dem Mann und mir vor ein paar Tagen ganz eindrücklich seine eigenen Grenzen auf: Weiterlesen

Co-Sleeping: Warum wir keine Angst haben

Heute vormittag las ich diesen Artikel im Müttermagazin bzw. der deutschen Huffpost und natürlich bin ich zutiefst erschüttert: Was diesen Eltern widerfahren ist, ist das schlimmste, was man sich vorstellen kann. Nicht nur haben sie ihren kleinen Sohn verloren, sondern sie fühlen sich dafür verantwortlich. Ich bin weit davon entfernt, dieses schreckliche Unglück diskutieren oder bewerten zu wollen und wünsche den betroffenen Eltern, dass sie es eines Tages vielleicht schaffen können, mit ihrer Trauer zu leben und auf eine schöne Zeit mit ihrem Sohn friedlich zurück zu schauen.

Aber auch mein Mann und ich schlafen mit unserem Sohn in einem Bett, und deshalb fühle ich mich bei dem Aufruf des Artikels, das Baby niemals ins eigene Bett zu holen, natürlich angesprochen. Ich möchte im Folgenden erklären , warum ich diese Empfehlung für schwierig und vor allem zu pauschal halte.

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Jeder Jeck ist anders

„Jeder Jeck ist anders“ sagen wir im Rheinland und meinen damit, dass jeder der sein kann, der er will, und dass jede die Dinge tun kann, die sie tun möchte, und zwar so, wie sie es tun möchte, kurz: Dieser Satz steht für Freiheit und Meinungsfreiheit.

Eigentlich wollte ich hier übrigens einen Text über Reizüberflutung schreiben, aber dann wurde daraus ein Plädoyer für mehr Toleranz im Umgang miteinander, vor allem unter Müttern. Seht selbst: Weiterlesen

Loslassen, ruhig werden, Raum schaffen

Puh, was für Tage das waren, in der alten Heimat bei den Eltern. Erste Weihnachten mit Baby: altes und neues Glück gemischt. Ein bisschen wie früher, und doch ganz viel neu: Kerzen – Vorsicht! Alles was glänzt und glitzert (vieles!) – her damit! Babylachen, Großelternlachen, neue Entwicklungen: hat er gerade zurück gewunken? Schöne (und wenige weniger schöne) Momente mit Eltern und Schwiegereltern. Wiedersehen mit Verwandten, alten Freunden und neuen Babies. Beobachten, wie der Babysohn seinem Uropa am Bart zieht und beide sich kaputt lachen. Spaziergänge am Rhein bei fast 20°. Last-Minute-Briefe schreiben und doch nicht alle schaffen. Unmengen an Geschenken – spätestens nächstes Jahr Weihnachten müssen wir anbauen, wenn das so weitergeht! Erstmals seit zig Jahren keine Plätzchen backen (schade) und trotzdem so viele leckere Sachen essen. Weiterlesen