Was ist hier eigentlich los?

Seit Wochen tut sich wenig bis gar nix auf meinem Blog und die ein oder andere geneigte Leserin wird sich (hoffentlich) fragen, was bei den Kuckucks eigentlich los ist. Die Antwort lautet: Viel! Und deshalb komme ich einfach gerade nicht so oft dazu, mich abends in Ruhe an den Computer zu setzen – oder ich bin einfach zu platt. Deswegen kommt jetzt hier eine Zusammenfassung unserer Top 10 der vergangenen Wochen:

  1. Neues Terrain: Spielplatz
    IMG_20160331_171434Sicherlich einer der spannendsten Aspekte dieses Frühlings ist für den Babysohn die Entdeckung der Welt da draußen, und zwar nicht mehr nur noch aus der Geborgenheit der Trage heraus, sondern ganz aktiv und direkt zum Beispiel auf dem Spielplatz. Kaum kamen die ersten warmen Tage, bewaffneten wir uns mit Sonnencreme und -hut, Matschhose und Eimerchen und wagten die Bodenberührung. Ein merkwürdiger und schöner Moment: Plötzlich sitzt mein kleines, großes Baby da und blinzelt in die Sonne, fasst mit den Händen in den Sand, freut sich über ein vertrocknetes Blatt auf dem Boden. Am Anfang noch sehr schüchtern und vorsichtig, hat er jetzt schon mehr Routine, krabbelt die Treppen zur kleinsten Rutsche hoch und stürzt sich bäuchlings und quietschend vor Freude hinunter. Und ich? Lerne meine ersten kleine Lektionen in der schwierigen Kunst des Loslassens…
  2. BLW: Ich krieg(te) die Krise
    Kurz nachdem ich hier schilderte, dass es mit der Beikost eigentlich ganz gut läuft, bekamen wir eine dicke fette BLW-Krise: Alles Essen wurde mit Schmackes auf den Boden gepfeffert, nichts aber auch gar nichts landete im Mund. Tagelang ging das so und ich war dem Wahnsinn nahe. Gestillt wurde auch nicht spürbar mehr, als zuvor und meine Nerven waren echt dünn: Was, wenn er doch nicht genug Nährstoffe bekommt? Warum mache ich mir überhaupt die Mühe, zu kochen? Wie kann ich verhindern, dass er alles runter schmeißt? Die Stimmung war schlecht und wir gingen uns gegenseitig ziemlich auf den Keks. Ich war drauf und dran, eine geplante Reise zu meinen Eltern abzusagen, um denen das Theater nicht zuzumuten.
    Und dann fuhren wir doch, weil ich einfach den Tapetenwechsel brauchte. Und siehe da, angesichts der lieben Großeltern und der neuen Umgebung war der kleine Mann wie ausgewechselt und auch ich konnte mich endlich wieder locker machen (was vermutlich auch vorher das Hauptproblem war). Kaum dort, merkte ich, dass Zahn 7 & 8 sich auf den Weg gemacht und den Zwerg vermutlich in den letzten Tage gepiesackt hatten. Außerdem las ich diesen sehr aufschlussreichen Artikel zum Thema „Essen runterwerfen“ und konnte einiges davon umsetzen. Seitdem läuft es wieder sehr viel besser – zwar ist der Babysohn immer noch kein großer Essen, aber das ist ja auch vollkommen in Ordnung. Er wirft aber weniger runter und gibt uns auch schonmal Dinge, die er nicht essen möchte, in die Hand, damit wir sie bitte für ihn entsorgen. So kann es jedenfalls gerne weitergehen. Und allen anderen, bei denen es gerade beikost-kriselt, lege ich diesen sehr wohltuenden Artikel ans Herz ❤ .
  3. Spielzimmer – da war doch was?!
    Die aufmerksame Leserin wird sich an meine Ankündigung erinnern, dem Babysohn ein an die Montessori-Philosophie angelehntes Spielzimmer einzurichten. Äh ja. Mit Projekten bin ich ja immer wahnsinnig flott. Deshalb ist nun auch ein halbes Jahr nach der Idee das Zimmer immer noch nicht ganz fertig 😀 , allerdings fehlen eigentlich nur noch Bilder an der Wand. Deshalb gibt’s hier schonmal eine kleine Sneak Peak und den ganzen Bericht zum Zimmer dann hoffentlich auch bald, wenn’s richtig komplett ist.
  4. Doof, doofer, KiTa-Suche
    Einige Bauchschmerzen bereitete mir seit einiger Zeit das Betreuungs-Thema. Ursprünglich war mein Plan, im kommenden Herbst in Teilzeit wieder in meinen Job einzusteigen und den Sohnemann halbtags in einer (natürlich traumhaft schönen, preiswerten, um die Ecke gelegenen und mit engelsgleichen Betreuerinnen bestückten) Krippe betreuen zu lassen. Überraschung: Diese Krippe gibt es nicht. Ja, ich war auch verblüfft, als ich das feststellen musste! Nur wissen Sie was? Selbst wenn es sie gäbe, diese Wunsch-KiTa, wäre das auch völlig wumpe, weil man nämlich hier im schönen München keinen Platz bekommt, wenn man nicht mit den richtigen Leuten verwandt ist oder ins Bett steigt…
    Nun werde ich mich bei der Tagesmutter-Börse anmelden und mal schauen, was da so geht. Gleichzeitig las ich allerdings auch diese kontroverse Positionierung zur Fremdbetreuungs-Thematik und muss zugeben, dass ich ihr allmählich mehr abgewinnen kann. Mal sehen, wie es in Sachen Betreuung bei uns weitergeht.
  5. Wie geht’s eigentlich Herrn Babysohn?
    IMG_20160418_183256Dieses kleine Zuckerküken (sorry) ist allerbester Dinge. Freundlich und fröhlich aber durchaus mit einem starken und vernehmbaren Willen ausgestattet, hellwach und interessiert, sehr anhänglich („Mamm-Mamm-Mamm-Mamm-Mamm!“) und meistens ziemlich laut. Er klopft gerne Dinge aufeinander, liebt den Staubsauger und fließendes Wasser, den Fön und überhaupt Geräusche sowie Dinge mit Kabeln, öffnet und schließt Türen, winkt dem jubelnden Volk zu, räumt alles aus und weniges wieder ein, krabbelt Treppen hoch und steht schwankend in der Gegend rum. Man muss ihn einfach lieben, finde ich (überraschenderweise)! Er wiederum liebt seinen kleinen Holzhammer (der zu diesem ebenfalls sehr beliebten und coolen Spielzeug gehört, danke für den Tipp mal wieder ans Gewünschteste Wunschkind aller Zeiten) und schleppt ihn ÜBERALL mit hin (Essen, Wickeln, Spazieren, Kinderarzt, Badewanne…). Niedlich, oder? Ja, ich weiß ❤
  6. Dienstags ist Fenkid!
    Ich habe mich ja bekanntermaßen lange und beharrlich gegen das Besuchen von Babykursen gewehrt, aber irgendwann zu Jahresanfang sah ich ein, dass mein Söhnchen mit zunehmender Mobilität nun doch allmählich mehr Interesse an anderen Kindern, Menschen überhaupt und auch neuen Umgebungen hatte. Zeitgleich schwärmte mir meine Freundin von ihrem Fenkid-Kurs vor, den sie mit ihrem gleichaltrigen Sohn besuchte. Also meldete ich mich an und habe jetzt etwa die Hälfte des Kurses für 9-12 Monate alte Kinder hinter mir. Und ich bin echt begeistert!
    Die Leiterin schafft es, alle (sehr unterschiedlichen) Mütter im Kurs, dort abzuholen, wo sie stehen und mit ihren unterschiedlichen Herangehensweisen zu begleiten. Dabei bringt sie aber trotzdem auf ganz undogmatische Weise immer wieder ihre eigene bindungs- und bedürfnisorientierte Philosophie mit ein. Während die Kinder in einer liebevoll vorbereiteten Umgebung frei spielen und jederzeit zum stillen oder schmusen zu uns kommen können, sitzen wir im Kreis, tauschen uns über aktuelle Themen aus, beobachten die Kinder, singen viel oder machen kleine Achtsamkeitsübungen für uns. So ist der Dienstag-Mittag wirklich zu einem kleinen Höhepunkt unserer Woche geworden, denn auch der Babysohn LIEBT die Fenkid-Stunden.
    Fenkid steht übrigens für „Die frühe Entwicklung des Kindes begleiten“ und wurde in der Beratungsstelle für Natürliche Geburt und Elternsein e.V. in der Häberlstraße in München entwickelt (dort besuche ich auch den Kurs). Allerdings gibt es zertifizierte Fenkid-Kurse mittlerweile in zahlreichen Städten. Die Fenkid-Website enthält ausführliche Infos über wissenschaftliche und pädagogische Hintergründe der Fenkid-Kurse.
  7. Spenden für Mutter und Tochter
    Spenden hängt man ja eigentlich nicht an die große Glocke, aber diese hier ist mir wichtig. Hier erzählt meine Londoner Freundin Melissa nämlich von Juliana, die ihr im Haushalt hilft und die aus finanziellen Gründen von ihrer kleinen Tochter Patricia getrennt leben muss. Das geht mir echt ans Herz, und Melissa auch. Deshalb hat sie wunderbarerweise diesen Spendenaufruf erstellt und ich hoffe, dass es ihr gelingt, die Startsumme für eine ganz wichtige Veränderung im Leben von Juliana und Patricia zu sammeln. Also fasst euch ein Herz, jede kleine Summe hilft!
  8. Frischer Wind im Trage-Equipment
    IMG-20160420-WA0012Auch wenn wir zur Geburt einen tollen Kinderwagen geschenkt bekamen, wurde das Söhnchen recht schnell zum Tragekind. Am Anfang viel im Tuch, später dann lange sehr gerne in der Frl. Hübsch Mei Tai Babysize. Wir nutzten sie täglich, auch der Mann trug gerne damit und alle waren zufrieden. Als der Babysohn rauswuchs, zog eine Frl. Hübsch Toddlersize ein und damit fingen meine Schulterprobleme an. Diese Trage trägt man nämlich bis ca. Gr. 86 mit umgeklapptem Hüftgurt („apron“) und damit komme ich nicht gut klar. Ich versuchte, vermehrt auf dem Rücken zu tragen, aber das war auch nicht das Wahre, denn in der Frl. Hübsch bekam ich den Sohnemann nicht hoch genug, während das Tuchbinden bei meinem Zappelkind überhaupt nicht klappte. Also besuchten wir kurzerhand über ein Wochenende meine alte Freundin Tanni in Stuttgart, die sich dort gerade mit ihrer Trageberatung VerBunden.org selbständig macht. Und das war toll! Denn die nahm sich Zeit, hörte und schaute genau hin und organisierte mir flugs drei verschiedene Leihtragen zum ausprobieren. So trug ich nach dem Stuttgart-Wochenende drei Wochen lang vergleichsweise in einer Limas, einer Fidella Fly Tai und einer Madame Jordan Wrap Conversion. Letztere ist perfekt für uns und heute angekommen – wir freuen uns riesig!
  9. Oh, und nominiert sind wir auch, yippieh!
    Ja, richtig gelesen, diekuckucks.net ist nominiert und zwar als Top-Mama-Blog auf www.kinderwagen-test.de! Die Redaktion hat eine Vorauswahl der 50 besten Mama-Blogs in Deutschland getroffen, und wir sind dabei. Cool, oder? Eine Jury wählt aus den 50 Nominierungen dann die Top 3 Blogs aus, also drückt mir kräftig die Daumen! 🙂
  10. Und wie geht’s weiter?
    Weiter geht’s an der Nordsee, denn die Kuckucks fliegen bald für eine Woche nach Sylt! Wir sind zu einer großen Familienfeier eingeladen und hängen Urlaub dran, denn die erste Maiwoche ist nicht irgendeine Woche: Ich habe Geburtstag und auch unser Söhnchen ist Anfang Mai geboren, so dass wir in wenigen Tagen seinen ersten Geburtstag feiern werden. Das wird sicher sehr emotional – ich bin jetzt schon ein bisschen aufgeregt! Außerdem freue ich mich auf den Tapetenwechsel und auf die Meeresluft, die hoffentlich den letzten Husten aus unseren Bronchien vertreiben wird. Dem Babysohn können wir das Meer zeigen, die Brandung zusammen anhören und die Möwen beobachten. Es geht also schön weiter, hoffentlich, und hoffentlich auch mit wieder mehr Blog-Artikeln. Bis dahin möge man uns gewogen bleiben ❤

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